XML-Sitemaps: Braucht man die wirklich für SEO?

XML-Sitemaps: Braucht man die wirklich für SEO?

XML-Sitemaps sind Dateien, die alle wichtigen Seiten einer Website auflisten. Aber braucht man die wirklich? Wofür sind die eigentlich gut? Und was steht da drin?

Wie sieht eine XML-Sitemap aus?

Sitemap-Dateien sind einfache Text-Dateien, die im XML-Format vorliegen (alle Informationen: https://support.google.com/webmasters/answer/156184?hl=de). Es gibt also Markierungen wie <url> und <loc>, die bestimmte Daten umrahmen.

Eine XML-Sitemap besteht aus einer Folge solcher Blöcke:

<url>

    <loc>https://www.beispielshop.de/seite.html</loc>

    <lastmod>2020-01-01</lastmod>

    <changefreq>daily</changefreq>

    <priority>1.0</priority>

</url>

Zwischen <loc> und </loc> befindet sich jeweils eine konkrete URL für eine Seite, die es auf der Website gibt. Die anderen Parameter bedeuten:

  • Lastmod: Das Datum der letzten Änderung – kann helfen, damit Google dann bevorzugt die geänderten Seiten crawlen kann
  • Changefreq: Die Häufigkeit der Änderung (daily, weekly …) – wird von Google ignoriert
  • Priority: Die Priorität zwischen 0.0 (total unwichtig) und 1.0 (total wichtig) – wird von Google ignoriert

Wer die letzten beiden Parameter in der XML-Sitemap hat, richtet damit natürlich keinen Schaden an. Diese Parameter werden nur einfach ignoriert. Es ergibt also keinen Sinn, diese Parameter optimieren zu wollen.

 

Warum braucht man eine XML-Sitemap?

Gleich vorab: Man braucht sie nicht unbedingt. Google erschließt sich eine Website primär anhand der internen Verlinkungen. Die unterschiedlichen Seiten der Website (Kategorieseiten, Produktdetailseiten …) findet Google also über Links, die sich z. B. im Menü, im Footer oder im Content-Bereich befinden.

Eine XML-Sitemap hat aber zwei entscheidende Vorteile. Vorteil #1: Da Google die XML-Sitemap auch nutzt, um neue oder geänderte Seiten zu entdecken, kann sie von Google benutzt werden, um den Crawler in die Richtung dieser Seiten zu schicken. Theoretisch wird Google also so auch Seiten in den Index aufnehmen, wenn diese intern gar nicht verlinkt sind. Da Google aber auch die interne Verlinkung als Relevanzfaktor nutzt, wären solche Seiten zwar im Index, würden aber nicht unbedingt gute Rankings generieren.

Vorteil #2: Wer XML-Sitemaps in der Google Search Console bereitstellt, erhält exakte Aufstellungen über die URLs, die in den XML-Sitemaps genannt werden. Welche URLs davon sind im Index? Und welche nicht? Wenn man im Report „Abdeckung“ auf „Alle eingereichten Seiten“ klickt, erhält man diese Auswertung:

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Mehr SEO-Wissen?

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Die Schulungen werden derzeit in zwei Varianten angeboten:

Basic: Einsteiger-Schulung mit allen wichtigen Informationen für Shop-Betreiber

Advanced: max. 4 Teilnehmer, konkrete Tipps durch individuelle Website-Analyse, hohes technisches Verständnis wird vorausgesetzt

Die aktuellen Termine für die SEO-Schulungen findest Du bei Shopware im Bereich „Live-Schulungen“.

*Aufgrund der Verbreitung des COVID-19 (Coronavirus) finden aktuell leider keine Live-Schulungen statt. Um Dich weiterhin zu schulen, bieten wir Dir diverse Online-Schulungsmöglichkeiten an.

Wer schreibt hier?

Markus Hövener ist Head of SEO bei der Online-Marketing-Agentur Bloofusion. Außerdem ist er Blogger (Bloofusion Blog), Podcaster („Search Camp“ und „Alles auf Start“), Buchautor und spricht auf vielen Online-Marketing-Konferenzen zum Thema SEO.

Zusammen mit Mario Bölt von Shopware zeichnet er auch für die SEO-Schulungen bei Shopware verantwortlich.

In diesem Beispiel wurden also ca. 8.000 Seiten eingereicht. 1.876 Seiten sind gültig und wurden in den Index aufgenommen, während 5.094 Seiten nicht indexiert wurden. Das ist natürlich ein sehr krasses Beispiel. In der Regel – bei einer korrekten XML-Sitemap – sollte durchaus eine Indexierungsrate von über 90 % erreicht werden. Solche Probleme würde man ohne die Google Search Console und XML-Sitemaps nicht entdecken können.

Eine Voraussetzung dafür ist natürlich, dass man einen Zugang zur Google Search Console hat und die XML-Sitemaps auch bei der Funktion „Sitemaps“ eingetragen hat.

Fakten

Zu XML-Sitemaps gibt es noch vier wichtige Tatsachen:

  • Die XML-Sitemaps sollten auf Basis der Datenbank automatisiert erstellt und regelmäßig (täglich!) aktualisiert Es gibt auch einige Sitemap-Generatoren, die eine Website crawlen, um daraus eine Sitemap zu generieren. Das ist definitiv nicht Ressourcen-schonend und generiert auch keine sonderlich validen Ergebnisse.
  • In der Regel wird übrigens nicht eine Sitemap-Datei generiert, sondern mehrere. Dann gibt es meistens eine Index-Datei, die auf die einzelnen Sitemaps verweist.
  • Früher gab es mobile Sitemaps. Die werden heute definitiv nicht mehr gebraucht – vor allem nicht, weil die meisten Websites responsive sind und es daher keinen Unterschied zwischen Desktop- und Mobil-URL gibt.
  • Streng genommen gibt es keine unterschiedlichen XML-Sitemap-Arten. Für bestimmte Zwecke wie Google News gibt es andere Sitemap-Formate, die bestimmte Attribute haben. Man muss also immer ein bisschen aufpassen, wenn ein bestimmtes Tool eine Sitemap haben will oder diese generiert. In der Praxis sollte das aber kein Problem darstellen!

Zusammenfassung

XML-Sitemaps können hilfreich beim Crawling und vor allem bei der Diagnose von Problemen sein. Deswegen sollte jeder Shop-Betreiber täglich aktualisierte XML-Sitemaps haben und diese über die Google Search Console an Google übermitteln.