Produktkonfigurator Datei-Upload: Druckdaten kommen mit der Bestellung
Beschreibung
Highlights
Über die Erweiterung
Zusatzplugin – benötigt den Produktkonfigurator (SwpProductOptionsSix). Dieses Plugin funktioniert ausschließlich als Erweiterung des Basis-Plugins Produktkonfigurator (SwpProductOptionsSix). Ohne das installierte, aktive und separat erworbene Grundplugin hat dieses Plugin keine Funktion.
Ein Kunde bestellt 500 Visitenkarten. Die Konfiguration steht, die Bestellung ist raus. Und dann fängt das Hin und Her an: Wo bleiben die Druckdaten? In welchem Format? Und zu welcher der drei Positionen gehört die Datei eigentlich, die da gerade im Postfach liegt?
Das Problem
Individualisierte Produkte verkaufen sich gut. Der Papierkram dahinter ist das Problem. Druckdaten, Logos und Gravurvorlagen kommen fast immer getrennt von der Bestellung an: per E-Mail, per Filehoster, manchmal erst nach der zweiten Nachfrage. Jemand in deinem Team muss die Datei der richtigen Bestellposition zuordnen, das Format prüfen und den Auftrag so lange liegen lassen.
Das kostet nicht nur Zeit. Es kostet Durchlaufzeit. Bei zehn Bestellungen am Tag summiert sich das Sortieren und Nachfragen schnell auf eine halbe Stunde Handarbeit, die niemand bezahlt. Und die Bestellung, deren Datei nie ankommt, fällt erst auf, wenn der Kunde sich nach zwei Wochen beschwert.
Die Lösung
Dieses Plugin erweitert den Produktkonfigurator um einen Optionstyp: den Datei-Upload. Der Kunde legt seine Datei genau dort ab, wo sie hingehört, nämlich an der Option der jeweiligen Position. Entweder direkt auf der Produktseite, während er konfiguriert. Oder nach der Bestellung über eine eigene Upload-Seite, deren Link er per E-Mail bekommt.
Welche Dateitypen erlaubt sind, wie groß sie sein dürfen und wie viele pro Position, legst du vorher in der Konfiguration fest. Alles andere lehnt der Shop schon im Browser des Kunden ab.
Was du davon hast
Die Datei hängt an der Bestellung, nicht in einem Postfach. Uploads aus dem Warenkorb wandern beim Bestellabschluss automatisch in einen Ordner mit der Bestellnummer. In der Bestellansicht im Backend lädst du sie mit einem Klick herunter. Kein Suchen im Mailverlauf, keine Zuordnung von Hand.
Falsche Formate kommen gar nicht erst an. Du wählst die erlaubten MIME-Typen aus zwei Listen: Bilder von PNG bis PSD, Anwendungsformate von PDF bis PPT. Ein Kunde, der eine Word-Datei hochlädt, obwohl deine Produktion PDF braucht, bekommt sofort eine verständliche Fehlermeldung statt einer Absage drei Tage später.
Fehlende Dateien mahnt das Plugin selbst an. Hat ein Kunde nach der von dir gesetzten Frist noch nichts hochgeladen, geht automatisch eine Erinnerungsmail raus, mit direktem Link zur Upload-Seite der betroffenen Position. Standard sind 14 Tage. Die Vorlage liegt als normale Shopware-E-Mail-Vorlage im Backend und lässt sich dort bearbeiten.
Du siehst auf einen Blick, welche Bestellung noch wartet. Das Plugin ergänzt den Bestellstatus "Warte auf Dateien". Bestellungen mit offenem Upload bekommen ihn automatisch, sobald sie eingehen. Meldet der Kunde seine Uploads als fertig, springt die Bestellung zurück auf "Offen" und geht in deinen normalen Ablauf.
Alte Uploads räumt das Plugin selbst weg. Warenkörbe, aus denen nie eine Bestellung wurde, hinterlassen sonst Dateileichen auf der Platte. Ein täglicher Aufräumlauf löscht diese Uploads nach einer Frist, die du bestimmst.
Jeder Verkaufskanal entscheidet für sich. Im B2B-Kanal Uploads bis 100 MB, im B2C-Kanal gar keine: Der Aktiv-Schalter und alle Einstellungen hängen am Verkaufskanal, nicht am ganzen Shop.
So arbeitet das Plugin
In der Optionsgruppe des Produktkonfigurators steht ein neuer Feldtyp zur Auswahl. Wählst du ihn, erscheint auf der Produktseite ein Uploadbereich. Der Kunde zieht seine Dateien hinein oder wählt sie über den Dateidialog aus. Hochgeladene Dateien listet der Shop auf, gelöscht wird je nach Einstellung über ein Symbol in der Zeile oder über eine gesammelte Trash-Area.
Stellst du den Upload stattdessen auf "nach der Bestellung", bleibt die Produktseite schlank. Der Kunde bestellt zuerst und bekommt danach eine Seite, auf der er die Dateien zujeder Position nachreicht. Dort sieht er Bestellnummer, Artikel und die gewählte Option, damit er weiß, welche Datei wohin gehört.
Im Backend brauchst du zwei Einstellungen, um loszulegen: das Uploadlimit in Megabyte und die erlaubten Dateitypen. Ein Hinweisfeld in der Konfiguration zeigt dir dabei das Limit, das dein Server über PHP tatsächlich zulässt, damit du nicht 200 MB einstellst, die technisch nie durchgehen.
Typische Einsatzszenarien
Druckerei und Werbetechnik. Visitenkarten, Flyer, Banner, Aufkleber. Der Kunde lädt PDF, EPS oder PSD direkt zur konfigurierten Position hoch, inklusive Auflagenhöhe und Papiersorte aus dem Konfigurator.
Textilveredelung und Werbeartikel. 200 Poloshirts mit Firmenlogo. Das Logo kommt als Vektordatei mit der Bestellung, nicht drei Tage später per E-Mail vom Marketing des Kunden.
Gravur und Personalisierung. Pokale, Schilder, Schmuck. Foto oder Schriftzug landen an der Position, zu der sie gehören, auch wenn der Kunde fünf verschiedene Gravuren in einem Warenkorb bestellt.
Alles mit Nachreichen. Wenn deine Kunden erfahrungsgemäß erst nach dem Kauf an die Daten denken, stellst du den Upload auf "nach der Bestellung" und lässt die Erinnerungsmail die Nachfragen übernehmen.
Technische Fakten für deine IT
Shopware 6.7 und PHP 8.2 oder neuer.
Zusatzplugin – benötigt den Produktkonfigurator (swp/productoptions-six) ab Version 6.7.12; ohne ihn ohne Funktion.
Keine Änderung an Shopware-Standardtabellen. Das Plugin ergänzt einen Bestellstatus im vorhandenen Statusdiagramm sowie einen E-Mail-Vorlagentyp und legt seine Einstellungen in der Systemkonfiguration ab.
Die Dateien liegen im Projektverzeichnis unter files/plugins/productoptionsuploads, getrennt nach Warenkorb und Bestellung. Weder Mediathek noch Datenbank bekommen sie zu sehen. Der Download im Backend läuft über eine eigene Route, die Anmeldung verlangt und über die Berechtigung "order:read" abgesichert ist.
Das Plugin sendet keine Daten an externe Server. Es gibt keine Cloud-Anbindung, kein Tracking und keine Schnittstelle nach außen. Kundendateien bleiben auf deinem Server, die Erinnerungsmail geht über den Mailversand deiner Shopware-Installation.
Jeder Upload wird serverseitig geprüft: MIME-Typ gegen deine Whitelist, Inhalt auf eingebettete PHP-Tags, SVG zusätzlich auf Skripte und Eventhandler. Pfadangaben werden gegen Verzeichniswechsel abgesichert, Symlinks abgelehnt.
Erinnerung und Aufräumlauf laufen als zwei Aufgaben im Shopware-Task-Scheduler, je einmal täglich. Wer den Scheduler nicht nutzt, ruft stattdessen zwei Konsolenbefehle per Cronjob auf. Im Checkout entstehen keine zusätzlichen Abfragen, gearbeitet wird beim Upload und beim Bestellabschluss.
Bei der Deinstallation ohne "Daten behalten" entfernt das Plugin Konfiguration, E-Mail-Vorlage und den ergänzten Bestellstatus wieder.
Ehrlich gesagt
Ohne das Basis-Plugin Produktkonfigurator läuft hier nichts. Dieses Plugin ist eine Erweiterung, kein eigenständiges Uploadfeld für beliebige Produkte.
Und es prüft deine Druckdaten nicht inhaltlich. Kein Preflight, keine Auflösungskontrolle, kein Farbraum-Check, keine Vorschau. Das Plugin nimmt die Datei an, sortiert sie zur richtigen Position und hält sie für dich bereit. Was drinsteht, entscheidet weiterhin deine Produktion. Auch die bereits hochgeladenen Kundendateien löscht eine Deinstallation nicht mit, die bleiben im Verzeichnis liegen.
Schalte es erst in einem Verkaufskanal frei und sieh dir eine echte Bestellung damit an, bevor du es überall aktivierst.
Rechtlicher Hinweis
Wir übernehmen keine Haftung für rechtliche Vorgaben. Bitte prüfe die Nutzung in Abstimmung mit einem qualifizierten Rechtsbeistand.
Details
- Verfügbar in: Englisch, Deutsch
- Zuletzt aktualisiert: 25. August 2026
- Veröffentlicht: 20. Februar 2025
- Version: 6.7.3
- Kategorie: Produktkonfiguration
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