Produktkonfigurator Formelberechnung: Preise nach Kundenmaß
Beschreibung
Highlights
Über die Erweiterung
Zusatzplugin – benötigt den Produktkonfigurator (SwpProductOptionsSix). Dieses Plugin funktioniert ausschließlich als Erweiterung des Basis-Plugins Produktkonfigurator (SwpProductOptionsSix). Ohne das installierte, aktive und separat erworbene Grundplugin hat dieses Plugin keine Funktion.
Ein Kunde will eine Platte in 84 mal 122 Zentimetern. Im Shop steht ein Preis pro Quadratmeter, das Bestellformular kennt aber nur feste Varianten. Also schreibt er dir eine E-Mail, du rechnest nach, schickst ein Angebot zurück. Zwei Tage später bestellt ervielleicht.
Das Problem
Maßartikel passen nicht in ein Varianten-Raster. Wer Zuschnitt, Meterware, Folien oder Sichtschutz verkauft, hat rechnerisch tausende Maßkombinationen und praktisch keine Möglichkeit, sie alle als Variante anzulegen. Die üblichen Auswege kosten alle Zeit: ein Anfrageformular statt Warenkorb, händisch gepflegte Preistabellen oder eine Sonderprogrammierung, die beim nächsten Shopware-Update wieder jemand anfassen muss. Der Kunde sieht in allen drei Fällen keinen Preis und keinen Bestell-Button.
Die Lösung
Du hinterlegst eine Formel, zum Beispiel a*b für die Fläche, und legst fest, wie das Ergebnis in den Preis eingeht. Im Shop bekommt der Kunde Eingabefelder für seine Maße, mit Einheit und mit erlaubtem Bereich. Legt er die Option in den Warenkorb, rechnet das Plugin Ergebnis und Aufpreis aus und schreibt beides in die Position. Kein Angebot per E-Mail, keine Preistabelle mit 400 Zeilen.
Was du davon hast
Maßartikel verkaufen sich ohne Rückfrage. Der Kunde bekommt seinen Preis in dem Moment, in dem er seine Maße eingibt. Was vorher als Anfrage in deinem Postfach lag, ist jetzt eine Bestellung im Shop.
Preise pflegst du an einer Stelle. Verrechnest du das Formelergebnis mit dem Artikelpreis, bleibt dein Quadratmeterpreis dort, wo er hingehört: im Artikel. Preisänderung heißt Artikel bearbeiten, nicht Formel suchen.
Deine Kunden bestellen nur Maße, die du liefern kannst. Je Eingabefeld setzt du Minimum, Maximum und Schrittweite. Eine Scheibe mit 4 Metern Kantenlänge oder ein Zuschnitt auf Zehntelmillimeter kommt gar nicht erst in den Warenkorb.
Du entscheidest, was im Warenkorb steht. Formel und Preis, nur eins von beidem oder keins: vier Anzeigestufen, je Verkaufskanal einstellbar. Manche Sortimente zeigen die Rechnung gern, andere nur das Ergebnis.
B2B und B2C laufen getrennt. Das Plugin hat einen Ein- und Ausschalter pro Verkaufskanal, und jede Einstellung liest den Wert des Kanals, in dem der Kunde gerade unterwegs ist. Ein Kanal rechnet, der andere bleibt unangetastet.
Der Warenkorb bleibt bedienbar, auch wenn etwas schiefgeht. Eine Formel, die nicht aufgeht, ein Artikel, der zwischenzeitlich deaktiviert wurde: Das Plugin schreibt den Grund in sein eigenes Log und zeigt an der Position eine Meldung. Keine weiße Seite, kein toter Checkout.
So arbeitet das Plugin
In der Administration findest du unter Produktoptionen den Eintrag Formel. Dort legst du einen Datensatz an: Formelname, Formel, Maßeinheit und Rechenweg. Erlaubt sind die Grundrechenarten, Potenz und Klammern, die Variablen a, b, c, d und r, die Konstanten pi, e und Inf sowie die Funktionen sqrt, abs, sin, cos, tan, log und exp. Beim Rechenweg wählst du, ob das Ergebnis mit dem Artikelpreis verrechnet wird (Kürzel AP) oder mit einem festen Wert.
Im Produktkonfigurator legst du dann eine Optionsgruppe vom Feldtyp Formel an und weist ihr die Formel zu. Je Variable definierst du eine Formelwert-Eingabe mit Variable, Einheit und optional Minimum, Maximum und Schrittweite. Im Shop erscheinen daraus Zahlenfelder mit der Einheit daneben. Der Warenkorb rechnet bei jeder Neuberechnung nach, auch nach einer Mengenänderung, und die Bestellung übernimmt Formel, Ergebnis und Kundenwerte in die Position.
Sieben fertige Beispielformeln bringt das Plugin mit: Rechteck-Umfang, Rechteck-Fläche, Volumen von Quader, Zylinder und Kugel sowie Kreis-Umfang und Kreis-Fläche. Ein Konsolenbefehl schreibt sie in deine Datenbank, danach hast du eine funktionierende Vorlage zum Abwandeln.
Typische Einsatzszenarien
Glas-, Platten- und Holzzuschnitt. Formel a*b, Ergebnis mal Quadratmeterpreis des Artikels. Der Kunde gibt Länge und Breite in Zentimetern ein und sieht den Preis für genau sein Stück.
Meterware und Sichtschutz. Formel (a+b)*2 für den Umfang, verrechnet mit dem Preis pro laufendem Meter. Für Zäune, Bordüren, Einfassungen und Rahmen.
Werbetechnik und Digitaldruck. Banner, Aufkleber und Folien nach Fläche, das Material steckt im Artikelpreis. Ein fester Wert im Rechenweg deckt Zuschläge ab, die unabhängig von der Größe anfallen.
Runde Zuschnitte. Formel (r^2)*pi für Tischplatten, Deckel oder Böden. Der Kunde gibt den Radius ein, den Rest macht die Formel.
Technische Fakten für deine IT
Shopware 6.7, jedes Patch-Level, PHP 8.2 oder neuer.
Zusatzplugin – benötigt den Produktkonfigurator (SwpProductOptionsSix) ab Version 6.7.12 und läuft nicht ohne dieses Basis-Plugin.
Es legt eine eigene Tabelle für die Formeln an und ergänzt eine Spalte in der Tabelle des Produktkonfigurators. Shopware-Kerntabellen bleiben unverändert. Das Plugin sendet keine Daten an externe Server, setzt keine Cookies und verarbeitet keine personenbezogenen Daten: Die eingegebenen Maße stehen als Positionsangabe im Warenkorb und in der Bestellung, wie jede andere Optionsauswahl auch.
Formeln wertet ein gekapselter Parser aus, der nur die fünf freigegebenen Variablen kennt und ohne eval oder exec arbeitet. Fehler landen in einem eigenen Log unter var/log/, nicht in der Seitenausgabe. Artikelpreise und Einheiten lädt das Plugin einmal je Warenkorb statt einmal je Position. Für den Formelbereich gibt es eigene Rechte für Anzeigen, Bearbeiten, Erstellen und Löschen. Bei der Deinstallation entscheidest du über den Haken „Benutzerdaten behalten", obTabelle, Zusatzspalte und Einstellungen bestehen bleiben oder restlos verschwinden.
Ehrlich gesagt
Das Plugin rechnet, es zeichnet nicht. Eine grafische Vorschau des Zuschnitts gibt es nicht, Staffelpreise nach Fläche und Verschnittaufschläge auf Plattenmaß ebenso wenig. Fünf Variablen, Grundrechenarten, Wurzel, Potenz und Winkelfunktionen decken die meisten Zuschnitt- und Meterware-Sortimente ab. Ist deine Preislogik eher ein Regelwerk mit Ausnahmen als eine Formel, passt es nicht. Am schnellsten findest du das heraus, indem du eine der Beispielformeln an ein Testprodukt hängst und einmal durch den Warenkorb gehst.
Rechtlicher Hinweis
Wir übernehmen keine Haftung für rechtliche Vorgaben. Bitte prüfe die Nutzung in Abstimmung mit einem qualifizierten Rechtsbeistand.
Details
- Verfügbar in: Englisch, Deutsch
- Zuletzt aktualisiert: 25. August 2026
- Veröffentlicht: 24. Januar 2023
- Version: 6.7.4
- Kategorie: Produktkonfiguration
Ressourcen
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