Produktkonfigurator Saldierung: Aufpreis statt vollem Optionspreis
Beschreibung
Highlights
Über die Erweiterung
Zusatzplugin – benötigt den Produktkonfigurator (SwpProductOptionsSix). Dieses Plugin funktioniert ausschließlich als Erweiterung des Basis-Plugins Produktkonfigurator (SwpProductOptionsSix). Ohne das installierte, aktive und separat erworbene Grundplugin hat dieses Plugin keine Funktion.
Ein Kunde stellt sich bei dir einen Schreibtisch zusammen. Die Standardplatte steckt längst im Artikelpreis, trotzdem hängt an der Eichenplatte im Konfigurator das Schild 101,50 €. Er liest das als Aufschlag auf den Grundpreis, rechnet nicht nach und klickt weg. Gekostet hätte ihn der Wechsel 12,50 €.
Das Problem
Der Produktkonfigurator gibt jede Option mit ihrem eigenen Preis aus. Solange alle Optionen einer Gruppe gleich viel kosten, fällt das niemandem auf. Hat die Gruppe aber eine vorausgewählte Standardoption, erzählt die Produktseite eine andere Geschichte als der Warenkorb. Der Kunde sieht einen vollen Optionspreis, zahlt am Ende aber nur die Differenz zur Vorauswahl. Den Rest kennst du: Anfragen mit dem Betreff Preisfehler, obwohl gar keinervorliegt.
Die Lösung
Das Plugin hängt sich in die Preisberechnung des Konfigurators und verrechnet jede Option gegen die Vorauswahl ihrer Gruppe. Aus 101,50 € wird +12,50 €. Aus 86,00 € wird -3,00 €. Die Vorauswahl selbst steht auf +0,00 €. Am Warenkorb ändert sich kein Cent. Es ändert sich nur die Zahl, auf die der Kunde schaut, und die versteht er ohne Taschenrechner.
Was du davon hast
Der Preis erklärt sich beim Überfliegen. Ein kleines Plus vor einer kleinen Zahl braucht keine Erklärung. Ein voller Optionspreis neben einem vollen Artikelpreis braucht eine, und die liest im Shop niemand.
Weniger Anfragen zwischen Produktseite und Warenkorb. Die gefühlte Preisabweichung ist die häufigste Beschwerde bei Konfiguratoren. Erzählen Produktseite und Warenkorb dieselbe Geschichte, verschwindet dieser Anfragetyp aus dem Postfach.
Deine Preispflege bleibt, wie sie ist. Das Plugin rechnet ausschließlich für die Anzeige. In den Optionen stehen weiterhin dieselben Werte wie heute. Du pflegst nichts doppelt und stellst keine Preisliste um.
Auch im OSS-Verfahren stimmt die Differenz. Verkaufst du in mehrere EU-Länder, würden unterschiedliche Steuersätze die Differenz verzerren. Das Plugin bildet den Bruttopreis jeder Option zuerst aus Netto und dem Steuersatz des Ziellandes neu und zieht erst danach ab.
Jeder Verkaufskanal bekommt seine eigene Sicht. Im B2C-Kanal den Aufpreis, im B2B-Kanal den vollen Optionspreis, im Testkanal gar nichts. Ein Schalter je Kanal, keine zweite Installation.
Zwei Einstellungen, dann steht es. Installieren, aktivieren, Anzeigemodus wählen. Keine Migration, kein Eingriff ins Template, kein Datenimport.
So arbeitet das Plugin
Für jede Optionsgruppe sucht das Plugin die als Vorauswahl markierte Option. Deren Preis wird zur Nulllinie. Alle übrigen Optionen der Gruppe rechnet es dagegen, inklusive des Operators der Option, damit Rabatt-Optionen mit Minus weiter stimmen. Prozentuale Optionspreise und Bundle-Optionen mit zugewiesenen Produkten rechnet es mit, statt sie zu überspringen.
Betroffen sind nur Gruppen, die im Konfigurator auf die Berechnungsart „Differenzberechnung (multi)" gestellt sind. Alles andere reicht das Plugin unverändert durch, also auch jede Gruppe, die du heute schon anders rechnest.
Den ursprünglichen Optionspreis führt es am Preisobjekt mit. Bei Optionsgruppen vom Typ Produktgruppe rechnet dein Shop damit sofort im Browser neu, sobald der Kunde die Vorauswahl wechselt. Die Beträge erscheinen in Währung und Sprache des jeweiligen Verkaufskanals.
Typische Einsatzszenarien
Möbel nach Maß. Platte, Gestell, Kantenprofil: Der Grundpreis enthält die Standardausführung, die Alternativen zeigen nur noch, was sie zusätzlich kosten.
Technik mit Ausbaustufen. Mehr Speicher, längere Garantie, stärkeres Netzteil. Der Kunde vergleicht Aufpreise miteinander statt Endpreise gegen einen Grundpreis.
Ein Shop, zwei Zielgruppen. Einkäufer im B2B-Kanal wollen für ihre Kalkulation oft den vollen Positionspreis sehen, Endkunden im B2C-Kanal den Aufpreis. Du stellst beides getrennt ein, ohne das Plugin ein zweites Mal zu installieren.
Technische Fakten für deine IT
Shopware 6.7, PHP ab 8.2.
Zusatzplugin – Voraussetzung ist der Produktkonfigurator (swp/productoptions-six) ab Version 6.7.12. Ohne ihn tut das Plugin nichts.
Technisch ist es ein Service-Decorator auf der Preisberechnung des Basisplugins. Es legt keine eigenen Tabellen an, bringt keine Migration mit und ändert keine Shopware-Standardtabelle. Gespeichert werden ausschließlich die beiden eigenen Werte in der Systemkonfiguration.
Das Plugin sendet keine Daten an externe Server. Es verarbeitet keine personenbezogenen Daten, setzt keine Cookies und schreibt nichts in Logdateien, was sich einem Kunden zuordnen ließe.
Zur Performance: Die Berechnung läuft im bestehenden Preis-Request mit, ohne zusätzlichen Aufruf je Option. Die Optionen einer Gruppe lädt das Plugin gebündelt in einer Abfrage. Die Konfiguration liest es je Verkaufskanal, damit der Cache eines Kanals keine Werte eines anderen ausliefert.
Bei der Deinstallation entfernt das Plugin seine eigenen Konfigurationseinträge, sofern du die Option zum Behalten der Benutzerdaten nicht setzt. Produkte und Optionen bleiben in jedem Fall unberührt, weil das Plugin sie nie beschrieben hat.
Ehrlich gesagt
Ohne SwpProductOptionsSix tut dieses Plugin gar nichts. Es erweitert den Konfigurator, es ist keiner, und es legt weder Optionen an noch bildet es Abhängigkeiten zwischen ihnen ab. Die Neuberechnung direkt im Browser greift nur bei Optionsgruppen vom Typ Produktgruppe, weil nur dort das Basisplugin den Originalpreis mitliefert. Bei Radio-Buttons, Dropdowns und Checkboxen bleibt der Aufpreis auf die serverseitige Vorauswahl bezogen. Und wenn deine Optionen ohnehin alle gleich viel kosten, brauchst du das Plugin nicht. Schalte es zuerst in einem Kanal frei und sieh dir an, wie sich dein Konfigurator dort liest.
Rechtlicher Hinweis
Wir übernehmen keine Haftung für rechtliche Vorgaben. Bitte prüfe die Nutzung in Abstimmung mit einem qualifizierten Rechtsbeistand.
Details
- Verfügbar in: Englisch, Deutsch
- Zuletzt aktualisiert: 25. August 2026
- Veröffentlicht: 14. Januar 2025
- Version: 6.7.3
- Kategorie: Produktkonfiguration
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